In unserer Blogserie What’s Your Soundtrack? erzählen uns Frauen, die uns inspirieren, ihre Story – mit Songs, die sie bei großen Dingen begleitet haben, mit ihren Lieblingsmenschen verbinden und verraten, wovon sie träumen. Ari von Primer & lacquer zeigt uns mit ihrer Playlist ihr Zuhause. Welcher Song die Berlinerin in das erste Apartment zurückversetzt, das sie sich mit ihrem Freund in Paris geteilt hat, welcher Track ihr Energie gibt und was 70er-Musik mit ihrem Stil gemeinsam hat? Das hat Ari uns im Interview verraten:

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Aris Outfit: Pulli / Jeans

Welcher Song beschreibt am besten, wie du dich gerade fühlst?
„First Day of Spring“ von Noah and the Whale – ich bekomme jedes Mal Gänsehaut, wenn ich es höre. Es beschreibt so schön das Erwachen von einem langen Winter. Der aktuelle Winter ist zwar noch lange nicht vorbei, aber ich freue mich über die neuen Chancen in diesem Jahr. Und das zweite Baby, das im Frühling kommt.

Gibt es einen Track in deiner Playlist, der perfekt in Worte fasst, wovon du träumst?
„Catamaran“ von den Allah Las. Ich liebe jeden Song der zwei bereits erschienen Alben. Die Musik entführt mich direkt in den Sommer und auf einen grandiosen Roadtrip – am liebsten durch die USA. Der Wunsch wird hoffentlich noch in diesem Jahr oder spätestens im nächsten Jahr erfüllt.

HipHop spielt in deiner Playlist eine große Rolle. Was verbindet euch?
Nach Michael Jackson war HipHop & R’n’B meine nächste große Liebe. Ich erinnere mich noch gerne an meine ersten HipHop-Jams mit Creutzfeld & Jakob, Spezializtz und Cappadonna von Wu-Tang im Centrum in Erfurt. Ich werde Hip Hop immer in meinem Herzen haben und liebe die alten Hits von Souls of Mischief, Jay Z, Old Dirty Bastard, Missy Elliott, Biggy, Aaliyah & Co.

Welche Songzeile würdest du dir sofort an die Wand hängen?
Du bist der Jackpot meines Lebens. Auch ein Lied meiner Jugend, das heute noch mehr Sinn macht.

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Aris Outfit: Pulli / Jeans

Was verrät dein Soundtrack über dich, das andere nicht erwarten?
Wahrscheinlich denken die wenigsten Leute von mir, dass ich solche „cheesy“ Musik höre, die ihre Eltern im Plattenregal stehen haben, aber ich liebe sie und kaufe immer wieder neue alte Platten auf dem Flohmarkt, die ich dann rauf und runter höre. Ich habe zum Beispiel eine riesige Roxy Music und Bryan Ferry Sammlung und war immer ein bisschen verknallt in Bryan. Als Kinder mussten meine Schwester und ich auf jeder Autofahrt die Kuschelrock-Kassettensammlung unserer Eltern hören.

Wahrscheinlich bin ich deshalb so gebrainwashed und steh auf diese Engtanzmusik. Manchmal denke ich wirklich, ich bin im falschen Jahrzehnt geboren und hätte so viel besser in die 60er und 70er gepasst. Aber dann hätte ich wohl Beyonce oder Aaliyah nicht so toll gefunden – das waren mit den Ladies von TLC meine ersten Girl Crushs als ich 13 war.

Mit welchem Song verbindest du einen Lieblingsmenschen?
„Luka“ von Suzanne Vega. Wir haben es ein paar Wochen nach der Geburt unserer Tochter Luca zufällig wieder im Auto gehört und müssen seither natürlich immer an Luca denken. Wir haben ihr sogar die Platte auf dem Flohmarkt gekauft, damit sie später darüber lachen kann, dass sie zum Beispiel auch im 2. Stock wohnt.

Als mein Freund Rainer und ich uns in Paris kennenlernten, teilten wir gleich ein kleines Apartment für die Fashion Week. In dieser Woche tranken wir viel Rotwein, schauten „Californication“ und hörten zum Frühstück und Abendessen viele Chansons, zum Beispiel von Charles Aznavour oder Françoise Hardy. Das werde ich nie vergessen. Wenn ich heute etwas von Charles höre, fühle ich mich direkt wieder zurückversetzt.

„Before the Bridge“ von Future Islands. Das Album „On the Water“ haben meine Freundin Katja und ich auf unserem Fashion Week Trip von New York, nach London und Paris rauf und runter gehört. Es hat mir super viel Energie gegeben für all die durchgearbeiteten Nächte, den Jetlag und erinnert mich jedes Mal an die großartige Zeit und den Spaß, den wir hatten.

„Bette Davis Eyes“ von Kim Carmes ist mein ultimativer Pick-me-up-Song. Es ging auf keine Party, ohne vorher mit meinen Freundinnen Kim gehört zu haben.

Welcher Song hat dich bei großen Dingen begleitet?
„Nightshift“ von den Commodores. Das Lied hab ich sogar auf meiner Playlist für den Kreißsaal gehabt.

Wie hängen Mode und Musik für dich zusammen?
Sehr eng. Ich habe in meiner Jugend versucht, wie Aaliyah oder Beyoncé auszusehen und in meinen Hip Hop Zeiten fast nur Baggy Pants getragen.
Heute orientiere ich mich nicht mehr so extrem an einem Idol, aber ich lasse mich natürlich auch durch verschiedene Jahrzehnte und von den Looks von Künstlern inspirieren.

Wie spiegelt dein Soundtrack deinen Stil wieder – oder ist das vielleicht ganz unterschiedlich?
Ich denke, man kann durchaus Parallelen zwischen dem Sound einiger Songs und meiner Vorliebe für französische Looks und die 70s ziehen.

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Aris Outfit: Shirt / Pulli / Pumps

Wo hörst du deine Musik am liebsten?
Überall. Am liebsten natürlich mit einem Glas Gin Tonic in der Hand auf einer Party, aber da das gerade nicht geht, gerne Zuhause. Dann lege ich meine Platten auf und tanze dabei in der Wohnung herum oder liege auf dem Bett.

Und wo sollten wir deinen Soundtrack am besten hören?
Auf einer langen Autofahrt. Mein Freund und ich streiten uns immer fast, wer die Musik auswählen darf, aber finden am Ende immer eine gute Lösung. Immerhin fährt immer Rainer und ich habe am Ende die Macht über das Entertainment. Ich hoffe, ihr findet die Mischung genauso amüsant wie ich.

Den Soundtrack von Juliane von Style Shiver findet ihr hier.

Photo Credit: Julia Novy